Luxemburgs älteste Stadt an der deutschen Grenze — mit Abtei aus dem 7. Jahrhundert und Springprozession.
Luxemburgs älteste Stadt, Echternach, entstand rund um eine im 7. Jahrhundert vom heiligen Willibrord gegründete Abtei und ist in ganz Europa für ihre „Springprozession“ bekannt. Die Stadt ist überschaubar und lässt sich gut an einem Tag erkunden. Durch ihre Lage direkt an der deutschen Grenze eignet sie sich außerdem als Zwischenstopp auf einer Route durch das Sauertal.
Die Echternacher Springprozession (Springprozession) findet einmal jährlich am Pfingstdienstag statt, im späten Frühling oder frühen Sommer. Die Teilnehmenden bewegen sich in einem charakteristischen Tanzschritt zur Musik vorwärts. Die Veranstaltung steht auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes und zieht Tausende Menschen an. Wenn Sie vor allem deswegen kommen, prüfen Sie den Termin frühzeitig — die Unterkünfte in der Umgebung sind schnell ausgebucht.
Die Stadt hat keinen eigenen Flughafen. Der nächste große Flughafen ist Luxemburg (LUX). Von dort fahren Sie mit dem Bus nach Echternach. Der öffentliche Verkehr im ganzen Land ist bemerkenswerterweise kostenlos: Luxemburg hat die Fahrpreise für Züge, Straßenbahnen und Busse abgeschafft. Sie brauchen kein Ticket und können einfach einsteigen.
Ein Auto ist vor allem für Ausflüge ins Müllerthal und entlang des Sauertals nützlich. Für Echternach selbst brauchen Sie keines.
Alles ist zu Fuß erreichbar. Die historische Altstadt ist sehr klein — von der Basilika zum Platz und zurück gehen Sie nur wenige Minuten. Ein Fahrrad oder anderes Verkehrsmittel brauchen Sie höchstens, um zum See und zu den Wegen außerhalb der Stadt zu gelangen. Entlang des Flusses verlaufen Radwege, und Fahrräder können Sie leicht mieten.
Als eigenständiges Reiseziel ist Echternach eher ein angenehmer Zwischenstopp als ein Ausgangspunkt für mehrere Tage. Die Stadt lässt sich gut mit Luxemburg-Stadt, dem Moseltal oder einer längeren Wanderung durch die Kleine Schweiz verbinden.
Am besten eignen sich der späte Frühling und der Sommer: Der See ist geöffnet, die Wege sind angenehm begehbar und die Schluchten grün. Der Herbst ist gut zum Wandern, wenn Sie die Hitze vermeiden möchten. Im Winter ist es ruhig und manches geschlossen, doch Basilika und Stadtzentrum sind ganzjährig zugänglich. Planen Sie vor allem den Termin der Prozession im späten Frühling ein.
Die Auswahl direkt in der Stadt ist überschaubar: Es gibt einige Hotels und Pensionen sowie Campingplätze am See, die im Sommer eine beliebte günstige Möglichkeit sind. Außerdem gibt es eine Jugendherberge. Für die Tage rund um die Prozession sollten Sie früh buchen oder in Luxemburg-Stadt übernachten und Echternach als Tagesausflug besuchen.
Luxemburg ist allgemein teuer, und Echternach bildet keine Ausnahme — die Cafés am Platz richten sich teilweise an Touristen. So können Sie Ihre Ausgaben senken:
Karten werden fast überall akzeptiert; Bargeld müssen Sie nicht dabeihaben.
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