Cuenca

Cuenca

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Beschreibung

Eine koloniale Andenstadt mit den blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale, Werkstätten für Panamahüte aus Toquilla-Stroh und Ecuadors bestem Klima mit ganzjährig 22 °C.

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Cuenca ist das Juwel der ecuadorianischen Anden, wo Kopfsteinpflastergassen, barocke Fassaden und die blauen Kuppeln der Neuen Kathedrale eines der geschlossensten Kolonialensembles Südamerikas bilden. In einem interandinen Becken auf etwa 2.560 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, genießt die Stadt ein mildes, nahezu unveränderliches Klima von rund 22 °C das ganze Jahr über und trägt deshalb den Beinamen Stadt des ewigen Frühlings.

Geschichte und Ursprünge

Der vollständige Name der Stadt lautet Santa Ana de los Ríos de Cuenca. Die Spanier gründeten sie 1557 im Auftrag des Vizekönigs von Peru an der Stelle der Inka-Siedlung Tomebamba, die ihrerseits auf dem Land des Volkes der Cañari entstanden war. Unter den heutigen Straßen liegen daher drei unterschiedliche Kulturschichten – Cañari, Inka und Kolonialzeit. Dank ihres harmonischen Schachbrettgrundrisses, der Vielzahl an Kirchen und der gut erhaltenen Architektur des 19. Jahrhunderts wurde das historische Zentrum Cuencas 1999 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Heute ist sie mit rund 600.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes, Verwaltungshauptstadt der Provinz Azuay und eine der Städte Ecuadors mit der höchsten Lebensqualität. Das milde Klima und das entspannte Tempo haben Cuenca bei Ruheständlern aus den USA und Kanada beliebt gemacht, die hier eine beachtliche Gemeinschaft gebildet haben.

Hauptsehenswürdigkeiten

Das Herz der Stadt ist der Parque Calderón, ein grüner zentraler Platz, der von zwei Kathedralen flankiert wird.

  • Neue Kathedrale (Catedral de la Inmaculada Concepción) – das Wahrzeichen Cuencas, in fast einem Jahrhundert von 1885 bis 1975 erbaut. Ihre blau-weißen Kuppeln, verkleidet mit tschechischen Majolikafliesen, sind von überall im Zentrum zu sehen; die Kirche fasst bis zu neuntausend Gläubige.
  • Alte Kathedrale (Catedral Vieja / El Sagrario) – eines der ältesten Gebäude der Stadt, 1557 gegründet. Heute beherbergt sie das Museum für religiöse Kunst.
  • Plaza de las Flores – ein kleiner, aber malerischer Blumenmarkt vor dem Karmeliterkloster.
  • Archäologischer Park Pumapungo – freigelegte Fundamente der Inka-Stadt Tomebamba, rekonstruierte Gärten und ein großes ethnografisches Museum.
  • CIDAP-Museum der indigenen Kulturen und Werkstätten der Stadt, in denen die berühmten „Panama“-Hüte hergestellt werden – tatsächlich ein ecuadorianisches Handwerk, gewebt aus feinem Toquilla-Stroh.
  • Fluss Tomebamba und Calle Larga – die malerische Uferpromenade, die die Altstadt von den neueren Stadtteilen trennt, gesäumt von Treppen, Cafés und den Freiluft-Wäschereimuseen von El Barranco.
  • Aussichtspunkt Turi – ein Hügel am südlichen Stadtrand mit Panoramablick auf Dächer und Kuppeln.

Umgebung

Eine halbe Autostunde entfernt liegt der Nationalpark Cajas – ein rauer Páramo in großer Höhe auf rund 4.000 Metern, übersät mit Hunderten von Gletscherseen, in Nebel gehüllt und bedeckt von niedrig wachsender Polylepis-Vegetation. Im Süden liegen die Kunsthandwerksorte Gualaceo und Chordeleg, bekannt für Webarbeiten, Hutherstellung sowie Silber- und Filigranarbeiten. Etwa 80 km entfernt liegt Ingapirca – die größte archäologische Inka-Anlage des Landes mit einem gut erhaltenen elliptischen Sonnentempel.

Essen und Trinken

Die lokale Gastronomie verbindet andine und koloniale Traditionen. Das Paradegericht ist Cuy – am Spieß gebratenes Meerschweinchen, das zu besonderen Anlässen serviert wird. Beliebt sind außerdem Hornado (langsam gebratenes Schweinefleisch mit Kartoffelpuffern namens Llapingachos), Mote Pillo (Maiskörner, sogenannter Mote, mit Ei sautiert), die deftige Kartoffelsuppe Locro de papa und Canelazo, ein wärmendes Getränk aus Zuckerrohrschnaps, Zimt und Saft der Naranjilla-Frucht. Märkte wie der Mercado 10 de Agosto eignen sich hervorragend, um Hausmannskost günstig und authentisch zu probieren.

Praktische Informationen

Planen Sie etwa drei Tage ein, um die Stadt zu erkunden: den ersten für das historische Zentrum und die Kathedralen, den zweiten für Museen, das Flussufer und den Aussichtspunkt Turi und den dritten für einen Ausflug in den Cajas oder in die Kunsthandwerksdörfer. Cuenca ist kompakt, und das Zentrum lässt sich leicht zu Fuß erkunden; außerdem gibt es ein schnelles Straßenbahnnetz und Stadtbusse. Der internationale Flughafen Mariscal Lasueta verbindet die Stadt mit Quito und Guayaquil, von wo aus auch Busse über die Gebirgspässe fahren. Wegen der Höhe sind am ersten oder zweiten Tag leichte Akklimatisierungsbeschwerden möglich – trinken Sie viel Wasser und vermeiden Sie Überanstrengung. In Ecuador gilt der US-Dollar. Trotz der beständigen Wärme können die Abende in den Anden kühl sein, daher ist eine leichte Jacke zu jeder Jahreszeit nützlich.

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