Die Regenschirmgasse ist ein kurzer Durchgang zwischen den Geschäftshäusern der Altstadt von George Town. Mehrere Dutzend aufgespannte Regenschirme hängen an Drähten über dem Weg. Solche Durchgänge ziehen sich durch das ganze Viertel: In der Kolonialzeit waren die rückwärtigen Gassen den Latrinenreinigern und Lieferanten vorbehalten und bildeten jahrzehntelang die Kehrseite der Straßen.
Die Schirme wurden als Dekoration für das Viertel aufgehängt. Bald gehörte die Gasse zu den meistfotografierten Orten der Stadt, neben den Wandgemälden. Der Trend begann 2012, als der litauische Künstler Ernest Zacharevic für das Stadtfestival die Wände der Altstadt bemalte. Seitdem werden vor allem die rückwärtigen Gassen gestaltet, denn die Fassaden im Denkmalschutzgebiet dürfen nicht verändert werden.
Tagsüber werfen die Schirme bunte Schatten auf das Ziegelpflaster. Abends werden sie von unten beleuchtet und tauchen den Durchgang in farbige Lichtflecken. Zu beiden Seiten stehen zweistöckige Geschäftshäuser mit schmalen Fassaden, Holzläden und einer überdachten Arkade im Erdgeschoss. Dort befinden sich heute Cafés und kleine Läden.
Die Gasse liegt im geschützten historischen Zentrum von George Town, unweit der Armenian Street.
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