Aquädukt von Aspendos

Sehenswürdigkeit·Antalya·Türkei

Die Wasserleitung versorgte Aspendos aus dem neunzehn Kilometer entfernten Taurusgebirge mit Wasser und zählt zu den besterhaltenen Beispielen römischer Ingenieurskunst in Kleinasien. Sie entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. auf Kosten des Bürgers Tiberius Claudius Italicus, wie eine Weihinschrift festhält. Den größten Teil der Strecke floss das Wasser durch einen geschlossenen Kanal. Vor der Stadt überquerte die Leitung das Tal jedoch auf Bogenarkaden und passierte zwei Drucktürme: In ihnen stieg das Wasser und fiel wieder ab, wodurch Strömung und Druck gedämpft wurden – ein Verfahren, das als umgekehrter Siphon bekannt ist. Der nördliche Turm steht noch fast in voller Höhe, rund vierzig Meter. Daneben lässt sich der Maueraufbau gut erkennen: außen behauener Kalkstein, im Inneren ein Bruchsteinkern. Die Arkaden ziehen sich über Hunderte Meter durch die Felder; zwischen den Pfeilern weiden Ziegen, und man kann direkt herangehen – Zäune gibt es nicht. Einige Bögen stürzten bei Erdbeben ein, doch die Trasse der Leitung lässt sich bis zu den Ausläufern des Gebirges verfolgen.

Adresse
07-04, Serik
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Renat
Hinzugefügt von:Renat

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