Das römische Theater aus dem frühen 2. Jahrhundert wurde unter Kaiser Trajan im Sattel zwischen zwei Hügeln der Altstadt errichtet. Es bot etwa sechstausend Zuschauern Platz: 28 Reihen Marmorsitze sind durch einen Quergang geteilt. In den unteren Reihen nennen Inschriften die Stadtviertel, denn die Plätze wurden nach Bezirken vergeben. Das Bühnengebäude ist mitsamt zweigeschossiger Säulenreihe, Fries und Statuen erhalten geblieben – für römische Theater ungewöhnlich gut. Nach einem Erdrutsch wurde das Theater 1972 zufällig entdeckt; zuvor lag es vollständig unter der Erde, was seinen Erhaltungszustand erklärt. Die Restaurierung dauerte mehr als zehn Jahre. Heute finden hier wieder Aufführungen und Konzerte für bis zu dreitausend Menschen statt, mit Blick auf die Rhodopen hinter der Bühne. Tagsüber dient die Anlage als Museum; der Eintritt ist kostenpflichtig. Von der Unterstadt führt eine Treppe durch ein Viertel mit Häusern aus der bulgarischen Wiedergeburtszeit hinauf.
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