Der Hauptbrunnen der Ausstellung wurde 1954 auf dem Platz zwischen dem Zentralpavillon und dem Ukraine-Pavillon in Betrieb genommen.
Entworfen wurde er vom Architekten Konstantin Topuridse gemeinsam mit den Bildhauerinnen Sinaida Baschenowa und Alexandra Teneta sowie dem Bildhauer Iwan Tschaikow. Ein granitenes Becken in Form einer Garbe ist von sechzehn vergoldeten Frauenfiguren umgeben. Jede trägt die Tracht einer Unionsrepublik in den damaligen Grenzen.
Warum sechzehn?
1954 gab es sechzehn Republiken: Die Karelo-Finnische SSR bestand bis 1956, und ihre Figur blieb auch danach Teil der Komposition. Daher weicht die Zahl von den geläufigen fünfzehn ab.
Die Vergoldung besteht aus Blattgold und sorgt für den warmen Glanz, den viele Besucher zum Sonnenuntergang erleben. Bronzene Störe am Beckenrand spritzen Wasser zur Mitte; rund 800 senkrechte Fontänen steigen aus dem Becken. Dieses ist mehr als 80 Meter breit und bildet damit einen eigenen Platz.
2018 wurde die Anlage restauriert und mit neuer Pumptechnik sowie frischer Vergoldung versehen. Abends wird sie beleuchtet: Das Wasser leuchtet von unten, die Figuren spiegeln sich in der Oberfläche. Der Brunnen läuft in der warmen Jahreszeit; im Winter bleibt das Becken trocken.
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