Der Mondberg liegt etwa acht Kilometer südlich von Yangshuo. Berühmt ist er für den Felsbogen nahe seinem Gipfel. Die rund fünfzig Meter breite Öffnung entstand, als das Dach einer uralten Karsthöhle einstürzte. Am Untergrund des Bogens hängen noch immer Tropfsteinreste. Beim Umrunden des Berges wirkt die Öffnung einmal wie ein Vollmond, dann wieder wie eine schmale Sichel – daher der Name.
Eine Steintreppe mit etwa achthundert Stufen führt hinauf zum Bogen. Der Aufstieg dauert ungefähr eine halbe Stunde. Von der Aussichtsplattform blickt man über das Tal des Yulong-Flusses und die Kette der Karstgipfel. Die Straße von Yangshuo verläuft durch die sogenannte Zehn-Meilen-Galerie, einen Streifen Reisfelder zwischen Kalksteinhügeln. Unterwegs steht ein alter Banyanbaum, dem ein Alter von mehr als tausend Jahren zugeschrieben wird.
Seit den 1990er-Jahren nutzen Kletterer die steilen Felswände rund um den Bogen. Die ersten Routen legten ausländische Besucher an; inzwischen gibt es hier mehrere Dutzend, von leichten bis zu den schwierigsten des Landes. Zusammen mit den benachbarten Felsen hat der Mondberg Yangshuo zum wichtigsten Klettergebiet Chinas gemacht.
Melde dich an, um zu kommentieren
Noch keine Bewertungen. Sei der Erste!
Aktualisiert