Der Masar des Theologen Chodscha Abu Nasr Parsa, eines Naqschbandi-Scheichs, der 1460 in Balch starb. Der Vater des Scheichs, Muhammad Parsa, war einer der engsten Schüler Bahauddin Naqschbands aus Buchara, sodass das Heiligtum von Balch unmittelbar mit dem bucharischen Zweig des Ordens verbunden ist. Das Grabmal über der Grabstätte ließ ein timuridischer Feldherr errichten — die Quellen nennen entweder Mir Masid Arghun oder Mir Dschalal ad-Din Farid Arghun —, und am Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Bau von einem schaibanidischen Statthalter neu ausgestattet. Die Anlage ist als Quadrat angelegt, dem ein kreuzförmiger Kuppelsaal eingeschrieben ist; das Licht gelangt durch acht Öffnungen unter die Kuppel, und der Kuppelansatz ist als Muqarnas, als Stalaktitengewölbe, aufgemauert. Grüne Moschee heißt der Bau nach der Farbe seiner gerippten, melonenförmigen Kuppel, die mit türkisen Kacheln verkleidet ist; zu beiden Seiten des hohen Portals steigen gedrehte Säulen auf, und die Verkleidung besteht aus Kacheln mit Pflanzenmuster. In der unterirdischen Krypta liegt ein namenloser Grabstein, den man für das Grab des Scheichs hält. Erdbeben und die Jahre des sowjetisch-afghanischen Krieges hinterließen den Masar in schlechtem Zustand, später wurde er teilweise restauriert. Vor der Moschee ist ein Park angelegt, dahinter beginnt der Stadtbasar.
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