Das verlassene griechische Dorf Levissi bei Fethiye wurde nach dem Bevölkerungsaustausch von 1923 aufgegeben. Hunderte Häuser und zwei Kirchen sind erhalten.
Bis 1923 lebten hier rund zweitausend orthodoxe Familien von Handwerk und Handel. Nach dem griechisch-türkischen Krieg wurden sie im Rahmen des Bevölkerungsaustauschs nach Griechenland umgesiedelt. Die aus Mazedonien kommenden Muslime ließen sich nicht an den steinigen Hängen nieder und zogen in die Ebene.
Das Beben von 1957 beschleunigte den Verfall: Dächer und Böden stürzten ein, doch Mauern und Straßenplan blieben weitgehend erhalten.
Zu sehen sind mehrere hundert Häuser, zwei große Kirchen mit Resten von Wandmalereien und Mosaiken, Kapellen, eine Schule und Wasserzisternen. Die Straßenführung ließ jedem Haus den Blick ins Tal.
Kayaköy ist ein geschütztes Denkmal und Freilichtmuseum; gebaut werden darf hier nicht, der Eintritt ist kostenpflichtig. Das Dorf gilt als eines der Vorbilder für den Ort in Louis de Bernières’ Roman „Birds Without Wings“.
Ein etwa sieben Kilometer langer alter Weg führt über den Hügel zur Gemiler-Bucht. Einige Häuser am Hangfuß wurden als Wohnhäuser restauriert.
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