Die Kaskade von Jerewan ist eine gewaltige Treppenanlage an einem Hügel, die vom Stadtzentrum aus nach Norden hinaufführt.
Die Idee stammt aus dem Generalplan von Alexander Tamanyan aus den 1920er-Jahren: Er wollte eine repräsentative Achse schaffen, die die Unterstadt mit den höher gelegenen Vierteln verbindet. Der Bau begann erst 1971 nach einem Entwurf von Jim Torosyan, Aslan Mkhitaryan und Sargis Gurzadyan – ein halbes Jahrhundert nach der ursprünglichen Idee.
Die Anlage ist mit hellem Travertin verkleidet und besteht aus mehreren Terrassen mit Brunnen, Blumenbeeten und Reliefs. Der Höhenunterschied beträgt über hundert Meter, die Treppe hat rund fünfhundert Stufen. Im Inneren der Kaskade fahren Rolltreppen; der Aufstieg ist daher mühelos. Für die Aussicht empfiehlt sich der Abstieg zu Fuß.
Auf den Absätzen sind Werke aus der Sammlung von Gerard Cafesjian ausgestellt. Seit 2009 befindet sich sein Kunstzentrum im Gebäude. Sowohl die Treppe als auch die Museumssäle sind kostenlos zugänglich – ungewöhnlich für eine Sammlung dieser Bedeutung.
Am Fuß der Anlage liegt der Tamanyan-Park mit seinen Skulpturen. Oben befinden sich das Denkmal „Wiedergeborenes Armenien“ und der Siegespark mit der Statue Mutter Armenien. Abends werden die Terrassen beleuchtet, und die Cafés im Tamanyan-Park haben bis spät geöffnet.
Vom oberen Aussichtspunkt ist der Ararat bei klarem Wetter zu sehen, am ehesten am Morgen.
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