Kemeralti ist der historische Basar von Izmir. Er erstreckt sich zwischen dem Konak-Platz und dem Fuß des Hügels Kadifekale. Sein Verlauf folgt der Linie des ehemaligen Binnenhafens, der im 17. Jahrhundert zugeschüttet wurde. Seitdem zieht sich der Handel entlang des früheren Uferbogens. Der Markt entwickelte sich rund um Hans und Moscheen. Erhalten ist der Kızlarağası-Han von 1744 mit seinem zweigeschossigen Innenhof, ebenso die Hisar-Moschee, die größte der Stadt, und mehrere Bedestane. Ziegelgewölbe überspannen die überdachten Gassen. Darunter reihen sich Geschäfte mit Gold, Stoffen, Gewürzen und Geschirr; in den Seitengassen liegen Werkstätten. Manche Häuserblocks haben bis heute ihre alten Spezialisierungen bewahrt. An den Schildern lässt sich erkennen, wo Lederwaren und wo Werkzeuge verkauft werden. Tief im Basar liegen die Synagogen des jüdischen Viertels. Einige werden noch genutzt, andere wurden als Museum restauriert. Zwischen den Gassen stehen Kaffeehäuser mit niedrigen Hockern, in denen Kaffee auf heißem Sand zubereitet wird. Der Basar ist weiterhin belebt und richtet sich vor allem an die lokale Kundschaft. Das Handelsviertel umfasst mehr als 200 Hektar; seine Grenzen werden jedoch unterschiedlich gezogen.
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