Die beiden Pagoden stehen direkt am Ufer des Shan-Sees im Zentrum von Guilin und sind längst zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Der Shan-See und der benachbarte Rong-See sind Überreste des Wassergrabens, der die Stadt während der Song-Dynastie umgab. Ende der 1990er-Jahre verband man die Seen zur Rundroute „Zwei Flüsse und vier Seen“: Schleusen und Kanäle verknüpfen den Li und den Taohua mit vier innerstädtischen Gewässern. Bis 2001 wurden dabei auch die heutigen Türme im Wasser errichtet.
Die Sonnenpagode ragt direkt aus dem See. Ihre neun Stockwerke sind mit Kupfer verkleidet und leuchten abends in warmem Gold. Sie ist etwa vierzig Meter hoch, hat einen Aufzug im Inneren und gilt wegen ihrer Kupferverkleidung als größtes Kupferbauwerk des Landes. Die benachbarte Mondpagode aus Stein und Ziegeln hat sieben Stockwerke, ist etwas niedriger und zurückhaltender in der Farbgebung. Beide Türme verbindet ein unterirdischer Gang mit Glaswänden.
Den besten Blick hat man vom gegenüberliegenden Ufer, von wo aus beide Pagoden vor den Karsthügeln zu sehen sind.
Das Seeufer ist als Park mit kleinen Brücken und Weiden gestaltet. Ein Rundgang dauert etwa eine halbe Stunde; abends fahren Boote durch die Kanäle.
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