Über dem Fluss Yeşilırmak sind die Gräber der Könige von Pontos in eine steile Felswand direkt hinter der Altstadt gehauen. Sie dienten der Mithridatischen Dynastie als Grabstätten; diese herrschte vom 4. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. von hier aus. Insgesamt gibt es etwa zwanzig Gräber. Die fünf größten liegen in einer Reihe mitten in der Felswand. Jedes ist eine Kammer, die durch einen rundum verlaufenden Korridor vom Fels getrennt ist; so wirkt die Fassade mit ihren Säulen, als sei sie aus einem einzigen Felsblock gearbeitet. Eine Treppe und ein beleuchteter Weg führen hinauf. Abends werden die Gräber angestrahlt und sind vom Ufer aus als dunkle Öffnungen über den Dächern zu erkennen. Weiter oben am Hang steht die Burg mit ihren Türmen. Seit der Zeit der Hethiter bewohnt, wurde sie von Römern, Byzantinern und Osmanen umgebaut. Von ihrer Aussichtsplattform sieht man die ganze Stadt in der Schlucht. Amasya ist der Geburtsort des Geografen Strabon, der genau diese Gräber in seiner „Geographie“ beschrieb.
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