

Ein schiitisches Imamzade am Rand von Qazvin, einem der Nachkommen von Imam Husain gewidmet. Die prunkvolle türkisfarbene Kuppel ist mit Sternmustern geschmückt; der Eingang wird von Kaskaden aus Mosaikfliesen gerahmt. Es ist eines der wichtigsten Heiligtümer der Gegend und an religiösen Feiertagen besonders voll.
Grabstätten dieser Art sind im Iran gewöhnlich gleich angelegt: eine Grabkammer unter der Kuppel, davor ein kleiner Hof mit Portal, ringsum Wirtschaftsräume und ein Raum für Rezitationen. Qazvin, mit seiner safawidischen Vergangenheit als Hauptstadt und seiner Lage an der Straße von Teheran ans Kaspische Meer, versammelte um sich ein ganzes Netz verehrter Begräbnisplätze, und dieses Heiligtum gehört dazu.
Qazvin war unter den Safawiden kurzzeitig Hauptstadt des Iran, bis der Hof nach Isfahan verlegt wurde, und aus jener Zeit hat die Stadt eine ganze Reihe von Denkmälern bewahrt: den Palastpavillon Tschehel Sotun, das Portal Ali Qapu, die Freitagsmoschee. Imamzades wie dieses runden das Bild als Orte lebendiger Pilgerschaft ab.
Die Grabstätte ist ein aktives Heiligtum: Betreten Sie es in züchtiger, bedeckender Kleidung, Frauen erhalten am Eingang einen Tschador, und die Schuhe bleiben draußen. Nichtmuslime werden gewöhnlich ohne Weiteres in den Hof gelassen, nach dem Gebetssaal fragen Sie aber besser den Aufseher. Wie überall im Iran wird ausschließlich bar bezahlt.
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