Persepolis wurde um 518 v. Chr. von Dareios I. als zeremonielle Hauptstadt des Achämenidenreichs gegründet; Xerxes und Artaxerxes setzten den Bau fort.
Die Anlage steht auf einer künstlich angelegten Terrasse von etwa 125.000 Quadratmetern, die in den Hang des Berges Rahmat geschnitten und mit Steinplatten gepflastert wurde. Eine doppelläufige Treppe mit flachen Stufen führt hinauf; sie sind so niedrig, dass man die Treppe sogar zu Pferd bewältigen konnte.
Hinter dem Tor aller Völker mit seinen geflügelten Lamassu-Stieren öffnet sich die Apadana, die Audienzhalle. Ihr Dach ruhte auf 72 etwa zwanzig Meter hohen Säulen, von denen dreizehn erhalten sind. Die Reliefs an den Treppen der Apadana zeigen Delegationen unterworfener Völker, die Geschenke bringen. Kleidung, Frisur und Gaben machen jede Gruppe erkennbar – die Darstellungen bilden gewissermaßen einen steinernen Katalog des Reiches.
In der Nähe stehen die Paläste von Dareios und Xerxes sowie die Halle der Hundert Säulen. 330 v. Chr. wurde die Stadt von Alexanders Heer niedergebrannt – ob absichtlich oder im Rausch, hängt von der jeweiligen Quelle ab. Die Ausgrabungen begannen in den 1930er-Jahren; 1979 wurde Persepolis in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Das weitläufige Gelände bietet kaum Schatten. Im Sommer kommen Besucher daher früh zur Öffnung oder gegen Abend und nehmen Wasser und eine Kopfbedeckung mit. Zwei bis drei Stunden einplanen. Persepolis liegt etwa eine Stunde von Schiras entfernt und wird oft zusammen mit Naqsh-e Rostam besucht. Nur Barzahlung: Ausländische Karten funktionieren im Iran nicht.
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