Die Hauptstraße am linken Ufer der Kura wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bebaut, als das Viertel Alexandrowski hieß und von deutschen Kolonisten sowie armenischen und russischen Kaufleuten bewohnt wurde. Daher das Straßenbild: eine geschlossene Reihe zwei- und dreistöckiger Mietshäuser mit Stuck, Erkern, Karyatiden und schmiedeeisernen Balkonen – städtischer Eklektizismus aus derselben Zeit wie in Odessa oder Baku. Benannt ist die Allee nach König David dem Erbauer. Der rund einen Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Marjanishvili-Platz und Marijvari wurde in den 2010er-Jahren erneuert und zur Fußgängerzone: Man verlegte Steinpflaster, restaurierte Putz und Stuckverzierungen und entfernte die oberirdischen Leitungen. Auch die Haustüren verdienen einen eigenen Blick: geschnitzte Eichenblätter mit Buntglaseinsätzen, Löwenmasken in den Schlusssteinen und Spuren alter Vergoldung – jedes Haus hat seine eigene. Viele Türen stammen noch aus der Bauzeit und tragen das Zeichen der ausführenden Werkstatt. Abends ist die Straße beleuchtet und fast leer; tagsüber öffnen Cafés und Weinbars in den Erdgeschossen.
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