Diese religiöse Schule aus dem späten 13. Jahrhundert ist das bekannteste Gebäude Erzurums und eines der größten Denkmäler seldschukischer Architektur in Anatolien. Der Name bedeutet „Medrese mit zwei Minaretten“: Über dem Eingangsportal erheben sich zwei Ziegelschäfte mit türkisfarbenen Fliesen und senkrechten Rippen. Das Portal aus hellem Stein ist vollständig mit Reliefs bedeckt: Pflanzenornamenten, Palmetten, einander zugewandten Drachen und einem doppelköpfigen Adler zu beiden Seiten des Lebensbaums – einem Motiv, das eher vorislamisch als muslimisch geprägt ist. Im Inneren liegt ein zweigeschossiger Hof, den Galerien auf massiven Pfeilern umgeben; dahinter befinden sich die Schülerzellen. Am hinteren Ende steht ein überkuppeltes Grabmal, ein Kümbet, das der Überlieferung nach für die Tochter eines seldschukischen Sultans bestimmt war. Das Gebäude blieb unvollendet: Der Bau wurde durch den Mongoleneinfall unterbrochen, und die Galerien des oberen Geschosses sind stellenweise abgebrochen. Heute befindet sich im Gebäude ein Museum; der Eintritt ist kostenpflichtig.
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