Der Postkartenblick auf den Krom von Pskow öffnet sich vom gegenüberliegenden Ufer der Welikaja, bei der Olginski-Brücke. Von hier liest sich die Festung als Ganzes: die Mauer am Wasser, die Türme und darüber die Kuppeln der Dreifaltigkeitskathedrale, und auch die Mündung der Pskowa gerät ins Bild. Entlang der Promenade ist ein großer Schriftzug ausgelegt, „Hier beginnt Russland“ - seine erste Fassung wurde 2015 aus Buchstaben zusammengesetzt, die man von der Fassade des Moskauer Hotels „Rossija“ abgenommen hatte, und ein Jahr später trat an ihre Stelle eine Lichtkomposition, die nach Einbruch der Dunkelheit eingeschaltet wird. In der Nähe steht die Olga-Kapelle, 1999-2000 nach einem Entwurf von Alexej Krassilnikow erbaut und im Juli 2000 geweiht: Ihr Grundriss geht von einem gleichschenkligen Kreuz aus, die Fassaden schließen mit Sakomary (halbrunden Giebeln) ab, und die Trommel trägt eine helmförmige Kuppel. Den Namen der Fürstin tragen hier Kapelle, Uferpromenade und Brücke gleichermaßen, und die Legende ist genau an dieses Ufer geknüpft - Olga soll von hier drei Strahlen gesehen haben, die sich über der Landzunge jenseits des Flusses vereinten, und an jener Stelle erhob sich später die Dreifaltigkeitskathedrale. Am besten kommen Sie gegen Abend: Zu dieser Stunde fällt die Sonne von Westen ein und beleuchtet die Mauern des Krom, statt ins Objektiv zu blenden.
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